Interview mit Thatcher Cohen

Unser neues großes Solospiel-Abenteuer Witchbound ist mittlerweile erhältlich. Seid ihr auch schon zur Kesselküste gereist und findet ihr gerade heraus, was es mit dem Verschwinden der Hexen dort auf sich hat?

Im letzten Teil unserer kleinen Blog-Reihe zum Spiel haben wir ein kurzes Interview mit Thatcher Cohen, dem Autor des Spiels, für euch! Was hat ihn inspiriert dieses Spiel zu machen?

In Witchbound, dem spannenden Indie-Abenteuer auf der Hexeninsel „Kesselküste“, spielt ihr als das junge Mädchen Reni, das dem Geheimnis der verschwunden Hexen auf der Kesselküste nachgeht und unbedingt herausfinden will, was es damit auf sich hat.

Witchbound ist ein Solospiel im Point-and-Click-Stil, bei dem ihr Rätsel löst, Orte und versteckte Hinweise entdeckt und in Rollenspiel-Manier Fähigkeiten erlernt, Gegenstände erhaltet und auch ein bisschen kämpft. Wer ist der Mann, der die Idee zu Witchbound hatte?

(Die Bilder, die ihr in diesem Blog-Beitrag seht, sind frühe Skizzen zum Spiel.)

Was – außer Brettspielen – hat dich während der Entwicklung von Witchbound am meisten inspiriert?

„Tja, da gab es eine ganze Menge! Zum einen natürlich die Videospielreihe Legend of Zelda. Ich liebe es einfach, wie darin Geschichten erzählt werden und was es für skurrile Charaktere gibt. Die ganze Welt ist einfach stimmig. Dann würde mir da noch eine Buchreihe einfallen – Fablehaven. Sie hat mich auch sehr inspiriert, vor allem, weil die Charaktere darin sehr vielschichtig sind.
Ich liebe es aber auch, in meiner Freizeit raus in die Natur zu gehen und sie zu erkunden. Das ist mein Ausgleich für die ganze Arbeit am Schreibtisch.“

Ist Witchbound dein erstes Brettspiel? Gab es bei der Entwicklung etwas, das dich am meisten beeindruckt oder überrascht hat?

„Witchbound ist zwar nicht das erste Brettspiel, das ich entwickelt habe, aber es ist mein erstes Brettspiel, das auch veröffentlicht wurde. Bei der Entwicklung gab es schon ein paar Aspekte, die besonders herausfordernd waren. Das lag vor allem daran, dass ich eine genaue Vorstellung davon hatte, wie das Spiel aussehen sollte. Am Anfang scheint alles leicht, wenn man alle Ideen, die einem in den Kopf kommen, einfach im Spiel haben möchte. Dann aber zu entscheiden, was das Spiel wirklich besser macht, ist nicht so leicht. Dazu braucht man eine Vision davon, was man am Ende für ein Spiel haben möchte.“

Spielst du auch selbst Brettspiele – und wenn ja, was ist dein Lieblingsspiel?

„Ja, ich liebe Brettspiele! Leider komme ich zu selten zum Spielen. Am liebsten spiele ich Deckbuilding-Spiele, da gibt es wirklich viele, die mir richtig gut gefallen. Wenn ich eines davon als Lieblingsspiel auswählen müsste, wäre es wohl Clank!“

Was hat dich überhaupt dazu bewegt, ein Spiel wie Witchbound zu machen?

„Das ist eine gute Frage. Ursprünglich wollte ich D&D spielen, hatte aber keine Gruppe, mit der ich das umsetzen konnte. Also dachte ich mir, wieso nicht etwas machen, bei dem man die Story auch einfach alleine erleben kann? Einfach ein Buch zu schreiben, wäre mir dabei nicht interaktiv genug gewesen. Es sollte schon in die Richtung eines Spiels gehen.“

Hast du vor, die Welt von Witchbound irgendwann zu erweitern oder vielleicht noch etwas ganz anderes zu veröffentlichen?

„So ganz weiß ich das ehrlich gesagt noch gar nicht. Ideen, wie man Witchbound noch erweitern könnte, habe ich auf jeden Fall. Ich möchte aber erst einmal sehen, wie mein Spiel bei den Menschen ankommt und ob sie überhaupt mehr von Witchbound haben möchten.“

(Anm. d. Redaktion: „Auf jeden Fall!!!!“)

Wenn ihr – so wie wir – gar nicht genug von Witchbound kriegen könnt, solltet ihr euch auch unbedingt das Malbuch zum Spiel ansehen, das ihr euch ab sofort über den Link oder bei uns im Download-Bereich kostenlos herunterladen könnt.

Viel Spaß!