5 gute Gründe für Solospiele
Mit Storyfold und Witchbound sind in kurzer Zeit zwei große Solospiele bei uns erschienen und auch viele unserer anderen Spiele bieten einen Solomodus. Doch es gibt immer noch viele Spielende, die den spannenden Bereich der Solospiele noch nicht für sich entdeckt haben. Deshalb möchten wir euch heute 5 gute Gründe vorstellen, warum es sich unbedingt lohnt, Solospiele und Solovarianten auszuprobieren.
Reine Solospiele haben es wahrlich nicht leicht. Das war uns schon bewusst, als wir Witchbound herausbrachten. Dabei haben Solospiele so viel zu bieten. Aber manche Spielende trauen sich noch nicht ans Solospielen heran. Mit unseren 5 guten Gründe für Solospiele und Solovarianten möchten wir euch ermutigen, dem Solospielen doch eine Chance zu geben.
1. Keine Mitspielenden, keine Kompromisse
Das Wichtigste zuerst: Brettspiele zu spielen bringt die unterschiedlichsten Menschen zusammen und beim Solospielen fehlt dieser soziale Aspekt natürlich. Aber gemeinsames Spielen erfordert auch Zeit und Kompromisse. Nicht umsonst heißt es immer wieder: Die größte Herausforderung eines Spieleabends ist die Terminabsprache. Bei einem Solospiel ist das anders, denn wenn du Zeit hast, hat das Spiel auch Zeit. Egal ob gemütlich am Sonntagmorgen nach dem Frühstück oder um zwei Uhr nachts nach einer Party – du spielst, wann du es willst. Und vor allem auch, was du willst.
Wir haben es bestimmt alle schon erlebt: Die Partie ist eigentlich gelaufen und trotzdem muss das Spiel bis zum bitteren Ende gespielt werden. Das kann dir solo nicht passieren, denn du kannst jederzeit unterbrechen und später weiterspielen. Bei jedem Zug kannst du dir außerdem so viel Zeit lassen, wie du willst, und hast keinen Stress damit, dass andere auf dich warten.
Du willst beim Spielen stimmungsvolle Musik abspielen, Snacken oder beim Denken im Zimmer auf und ablaufen? Kein Problem – selbst wenn du einen Handstand machst für mehr Blut im Kopf (bitte aufpassen dabei, wir garantieren außerdem nicht für Erkenntnisgewinn!), wird sich niemand beschweren oder dich verurteilen.
Storyfold: Schattenwald erzählt eine emotionale Geschichte mit spannenden Spielmechaniken
2. Me-Time mit dem schönsten Hobby
„Ganz allein was machen, ist doch traurig“. Das ist häufig ein Satz, der beim Stichwort Solospiele fällt. Aber warum denn eigentlich? Lesen, Malen, Zeichnen, Puzzlen, Filme und Serien schauen, Videospiele spielen und vieles mehr macht man doch meist auch allein? Warum ist das beim analogen Spielen auf einmal ein Problem? Es geht beim Solospielen ja gar nicht darum, das gemeinsame Spielen zu ersetzen. Nein, es ist eine Ergänzung! Brettspiele spielen muss nicht immer davon abhängen, ob gerade genügend Leute da sind. Es gibt einfach Tage, da willst du vielleicht allein sein und trotzdem Brettspiele spielen. Einfach mal abschalten und sich im Spiel fallen lassen – wie bei einem guten Buch. Ein bisschen Me-Time für die Seele eben. Das ist Entspannung!
Hilf dem kleinen Einsiedlerkrebs Hermit zurück ins Meer und genieße die Zeit für dich
3. Solospielen zum Spiele lernen
Wenn du die Person bist, die in eurer Runde oft neue Spiele anschleppt, dann übernimmst du vermutlich immer mal wieder auch die Rolle des Erklärbärs. Aber um ein Spiel zu erklären, musst du es erst mal lernen. Selbst bei der besten und verständlichsten Anleitung (wie bei *hüstel* unseren) kann es hilfreich sein, das Spiel beim Lesen direkt auszuprobieren. Klar, diese Art des Solospiels ist mehr Mittel zum Zweck als wirklich ein aktives Spielerlebnis – doch vermittelt bereits ein solches “Solo-Testspiel” ein Gefühl für den Spielablauf. Beim Ausprobieren werden Mechanismen meist viel klarer und was anfangs verwirrend klingt, ist beim Spielen doch viel einfacher als gedacht. Außerdem verschafft es dir einen ersten Eindruck. Vielleicht stellst du bereits beim Alleinespielen fest, dass das Spiel irgendwie doch gar nicht so deins ist (natürlich *hüstel* nicht bei unseren Spielen!). Oder es tritt genau das Gegenteil ein und du bist jetzt richtig heiß darauf, das Spiel endlich in deiner Spielerunde zu spielen. Egal was davon auf dich zutrifft: „Learning by doing“ ist auch bei Brettspielen eine effektive Art zu lernen. Also versuch es doch mal: Bau beim nächsten Mal doch gleich das Spiel auf und spiele parallel mit, während du die Anleitung liest.
Das Solospiel Witchbound erklärt dir die Regeln beim Spielen. Wenn du jedoch anderen ein Spiel beibringen willst, kann es helfen, paralell zu spielen
4. Dein Lieblingsspiel macht auch solo Spaß
Neben reinen Solospielen gibt es mittlerweile auch viele andere Spiele, die einen Solomodus haben. Auf diese Weise kannst du ein Spiel auch ohne deine Spielegruppe spielen. Du kannst den Solomodus zum Beispiel zum Üben nutzen, um dich zu verbessern. Oder du probierst neue Strategien ganz ohne Druck aus und lässt dir dabei so viel Bedenkzeit, wie du willst. Denn selbst bei der geduldigsten Gruppe kann man sich leicht unter Druck gesetzt fühlen, da man die anderen nicht warten lassen möchte. Da kann ein Probelauf schon sehr hilfreich sein. Natürlich kannst du aber auch einfach versuchen deinen eigenen Highscore zu schlagen und zu sehen, wie du dich verbesserst (oder auch mal nicht).
Und wie vorhin schon erwähnt: Du kannst spielen, wann immer du willst. Es ist ja auch schade, wenn dein Lieblingsspiel in der Ecke liegt, nur weil gerade niemand Zeit oder Lust zum Spielen hat.
Im Solomodus von Fame & Fable stellst du dich gegen eine Horde Monster die versuchen wichtige Orte zu überrennen
5. Solospielen und trotzdem andere teilhaben lassen
Erinnerst du dich an das letzte Buch, das du gelesen hast und richtig toll fandest? Oder an den einen Level bei deinem Videospiel, bei dem du seit einigen Tagen festhängst? Bestimmt hast du irgenjemanden in deinem Umfeld davon erzählt: einer Freundin, einem Kumpel oder deiner Schwester. Warum das Ganze nicht auch bei einem Solospiel machen? Gerade über Solospiele mit viel Story kann eine Menge erzählt werden – aber bitte spoilerfrei, im Zweifel erzähl einfach von deinen spektakulär gescheiterten Würfelwürfen oder dass das Rätsel doch schwieriger war als gedacht. Auf unserem Discord-Server kannst du dich im Kanal des Spiels sogar direkt mit anderen austauschen, die das Spiel ebenfalls bereits gespielt haben – wir freuen uns wirklich, dass ihr das so rege nutzt. Allein spielen bedeutet also nicht, dass du komplett mit dem Spiel alleine bleibst.
Auch die kleinen Waldgeister aus Mythwind teilen ihre Erlebnisse. Mythwind lässt sich in der Gruppe kooperativ und als große Solo-Kampagne spielen
Du siehst, es gibt verschiedene Gründe für Solospiele. Egal ob für Me-Time und zur Entschleunigung oder um dein Lieblingsspiel endlich mal (wieder) auf den Tisch zu bringen – solange du Spaß dabei hast, gibt es keinen Grund, nicht auch mal allein zu spielen. Also probier es doch einfach mal aus, was hast du zu verlieren?
Egal ob solo oder in der Gruppe: Um für den Release weiterer Titel auf dem neuesten Stand zu bleiben, schau gerne auf unserer Spiele-Seite ganz unten in die Spielevorschau oder vielleicht ist ja auch unser Newsletter etwas für dich.
Auf unserem Discord-Server kannst du dich außerdem mit uns und der Community zu Solospielen und mehr austauschen.
Hier findest du eine Auswahl unserer Solospiele und einige unserer vielen Spiele mit Solovarianten:









