Fachhandel im Fokus, Teil 2:
Wolpertinger – Der Spieleladen (Gütersloh)

Der Wolpertinger ist eher in den südlichen Gefilden Deutschlands beheimatet. Dennoch gibt es ihn auch in Gütersloh, als verspielten Laden! Wir sprechen mit Dennis Glöge über sein Geschäft.

Dennis, wie kamst du auf die Idee, den Spieleladen zu gründen und nach dem Fabelwesen „Wolpertinger“ zu benennen?

Die Idee eines eigenen Spieleladens hatte ich schon recht lange, allerdings nie den Mut einen aufzumachen. Ich war nie wirklich Fan des Online-Shoppings und wollte etwas neues für die Region hier erschaffen. In 2017 war es dann soweit, ich hatte den Mut etwas zu machen und nach Unterzeichnung des Mietvertrags ging’s los.
Ich hatte meiner Frau immer wieder die Geschichten von unseren Zock -Treffen mit den Jungs von früher erzählt und aus Spaß kam da immer wieder das Thema Haustiere auf und ein guter Kumpel von mir sagte immer wieder er möchte einen Wolpertinger haben.
Meine Frau kam dann beim Brainstorm auf die Idee mit dem Wolpertinger. Und so ging es seinen Weg, ich habe einer Mediendesignerin aus dem Freundeskreis das Logo in Auftrag gegeben und zack war der Wolpertinger geboren. 


Wieviele Spiele findet man im Schnitt bei dir im Laden? Bist du auf etwas Besonderes spezialisiert?

Das ist schwer zu sagen, ich denke wir haben insgesamt ca- 800–1000 verschiedene Artikel. Wir fahren eher die Philosopie, weniger Masse von einem einzelnen Spiel vorrätig zu haben, dafür eine wesentlich breitere Auswahl. Daher haben wir die Möglichkeit mehr Nischentitel ins Programm zu nehmen und nicht 15 Azul im Regal zu haben, sondern vielleicht nur 2–3 und dazu noch 10 andere Titel. Ich denke genau das ist, worauf wir auch spezialisiert sind. Gerade unsere im Verhältnis zur Ladengröße recht große Ecke an Englischen Titeln bringt uns Besuch von nah und fern.


Bei dir kann man ja nicht nur Spiele kaufen, sondern auch spielen. Welche Art von Events gibt es bei dir im Laden?

Unterschiedlichen Events, wo von Kindergeburtstagen, Krimidiner und Quiznights alles dabei ist, um den verschiedenen Spielertypen eine Community zu bieten.

Malkurse und Tabletop Turniere, regelmäßige Magic the Gathering Events gehören genauso zum Programm wie dauerhafte Brettspielfrühstücke oder Game After Works Veranstaltungen.
Dazu suchen wie immer wieder das Besondere. Wir holen Youtuber und Spielentwickler regelmäßig zu uns in den Laden, um das spezielle Event anzubieten, von dem man noch am nächsten Tag erzählen kann.


Unser CuBirds wurde im Rahmen der Aktion „Hoher Spielwert“, der du auch angehörst, ausgezeichnet. Was hat dir persönlich so gut an CuBirds gefallen?

Ich finde die Optik sehr besonders gelungen, der Spielmechanismus ist mir so auch noch nicht untergekommen und es macht einfach Spaß davon mehrere Runden zu zocken. Diese Rückmeldung bekommen wir auch von unseren Kunden und wir freuen uns auch schon, dass es bald wieder lieferbar ist.


Leider gerade ja sehr aktuell: Corona. Wie gehts du mit der Krise um und was tust du, um ihr so weit du kannst entgegenzuwirken? Wie können dich Spielende gerade unterstützen?

Sehr schöne Frage. Aktuell haben wir einen Liefer- und Abholservice und intensivieren unseren Online-Auftritt. Wer uns kennt, weiß das wir im Social Media Bereich seit Beginn an sehr aktiv sind, aber nun nimmt das ein noch höheren Stellenwert ein. Wir kommunizieren mit den Leuten in der heutigen Zeit wesentlich mehr über Social Media als vorher, wir machen jeden Tag Video Content bei Facebook und Instagram, gehen sogar dazu über auch nach Corona eine 1–2 mal wöchentlich erscheindende Web-Show zu machen, gehen dabei bewusst nicht den Weg über Youtube, wir wollen (wie wir es immer versuchen) einen anderen Weg gehen. Darüber hinaus bauen wir unsere Webpräsenz aus. Unser Online-Shop befindet sich im Aufbau.

Wir wollen in der jetzigen Zeit den Menschen zeigen, das Online-Shopping auch persönlich sein kann und diesen Weg wollen wir weiterverfolgen.


Vielen Dank für die Beantwortung unserer Fragen.

Wolpertinger und Board Game Circus

Ich verfolge Dennis’ Entwicklung schon seit der Zeit kurz vor der Eröffnung des Wolpertingers. Damals meldete er sich in einer der Facebook-Gruppen rund um das Thema Brettspiel und holte dort Informationen ein. Als dann “plötzlich” der Wolpertinger SPieleladen eröffnet wurde, war ich begeistert, mit welchem Land und Gründergeist Dennis seinen Traum verwirklich hatte.

Und das dann auch noch mit dem wirklich coolen Namen Wolpertinger. Da ich Familie in Bayern habe, wo das gleichnamige Fabelwesen sicher bekannter ist als im Rest der Republik, wusste ich sofort, wer für diesen außergewöhnlichen Namen Pate stand.

Kurzum: Dennis, sein Spieleladen und sein Engagement sind eine toller und zeitgemäßer Beitrag zu unserer Community

— Daniel